Als ob die Verbraucher in diesem Jahr noch nicht genug gelitten hätten! Immer höher scheinen die Preise für Energie zu klettern. Ein Blick auf die Preistafeln reicht aus, um schlechte Laune zu bekommen und auch die Strom- und Gaspreise haben sich in diesem Jahr bereits mehrfach zu Ungunsten der Verbraucher verändert. Vor allem die Energiewende hat dafür gesorgt, dass die Stromkosten angestiegen sind. Doch das Ende der Fahnenstange ist wohl nicht erreicht, das haben Berechnungen der Netzbetreiber ergeben.

Wechseln und Sparen

Strom sparen und zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln wird in den meisten Haushalten zur lästigen Pflicht. Während sich vor einigen Jahren nur die wenigsten Familien für einen neuen Anbieter entschieden, wenn die Preise in die Höhe gingen, ist dies nun die Regel. Günstige Tarife, wie man sie auf flexstrom.de findet, werden so genutzt, um der Preisspirale zu entgehen. Und auch das Stromsparen wird längst nicht mehr nur noch von alternativ angehauchten Personen zelebriert, vielmehr finden sich inzwischen in fast allen Haushalten abschaltbare Steckerleisten und Zeitschaltuhren. Sparen und Wechseln scheinen die einzigen beiden Möglichkeiten zu sein, den ständig steigenden Preisen noch zu trotzen.

Puffer für die Netzbetreiber

Denn nun sind es nicht nur die Stromanbieter, die die Energiewende als Grund für steigende Kosten angeben, sondern auch die Betreiber der Stromnetze. Sie haben angekündigt, dass weitere Preissteigerungen zu erwarten sind. Die Netzbetreiber sind für die Wartung, die Instandhaltung und den Ausbau des Stromnetzes und somit die Stromverteilung in der Bundesrepublik verantwortlich. In den nächsten Jahren werden sie die verantwortungsvolle Aufgabe haben, den Strom der erneuerbaren Energien effektiv zu verteilen. Diese Aufgabe hat für die Netzbetreiber den Nachteil, dass die Einnahmen und Ausgaben je nach Wetterlage stark schwanken. Nicht immer speisen Wind- und Solarkraftwerke gleichmäßig Strom ins Netz ein, weshalb durch die steigenden Preise für die Netznutzung ein finanzieller Puffer angelegt werden soll. Der Gesetzgeber erlaubt den Unternehmen, bis zu zehn Prozent auf die von den Haushalten zu tragende Ökoumlage aufzuschlagen. Diese Zulage, die zurzeit bei 3,5 Cent pro Kilowattstunde liegt, soll die höheren Produktionskosten für die grüne Energie auffangen und so Anreize setzen. Nun ist geplant, diese Zulage zu erhöhen, um die Netzbetreiber zu entschädigen. Wann genau dies allerdings passieren wird, ist unklar. Der Puffer könnte bereits 2012 angelegt werden, passiert dies nicht, so kommen die höheren Kosten erst im Jahr darauf auf die Verbraucher zu. Für einen durchschnittlichen Haushalt sollen sich diese auf zirka einen Euro pro Monat belaufen. Das scheint zwar auf den ersten Blick nicht besonders viel zu sein, doch nach den Preissteigerungen der letzten Monate ist jeder Euro mehr schmerzhaft und einer zu viel.