Dass der Strom in den letzten Jahren alles andere als günstiger geworden ist, dürfte den meisten bereits aufgefallen sein. Das Ergebnis der Analyse des Vergleichsportals Check24 dürfte also kaum überraschen. Laut dieser sind die Stromkosten zwischen Juli 2007 und April 2012 nämlich im Durchschnitt um rund 25 Prozent gestiegen. Doch damit nicht genug. Seit Anfang dieses Jahres haben bereits mehrere Anbieter erneut ihre Preise erhöht und viele andere haben vor, bis Juni dem Beispiel ihrer Konkurrenten zu folgen.

Grundversorgungstarife werden immer teurer

In den vergangenen Jahren sind es vor allem die Tarife für die Grundversorgung gewesen, die immer weiter angestiegen sind. Nach den Analyseergebnissen von Check24 sind hier Preiserhöhungen bis zu 28 Prozent zu verzeichnen. Die Preise von Alternativanbietern stiegen immerhin um ganze 21 Prozent. Im vergangenen Jahr waren es dennoch vor allem die Alternativanbieter, die ihre Preise anzogen. Während bei den Grundversorgern Preiserhöhungen von durchschnittlich 30 Euro zu beobachten waren, erhöhten die Alternativanbieter ihre Preise um bis zu 42 Euro.

Unterschiede von Bundesland zu Bundesland

Im Allgemeinen bezahlt man in Deutschland vor allem in den westlich gelegenen Bundesländern weniger für seinen Strom. Nach Check24 kosten 5.000 kWh in den alten Bundesländern durchschnittlich 1.294 Euro, wo hingegen man im Osten 1.344 Euro für die gleiche Anzahl an Kilowattstunden bezahlen muss. In den letzten zwölf Monaten zeichneten sich hier jedoch deutliche Veränderungen ab. Während die Preise im Westen um bis zu drei Prozent anstiegen, verzeichnete man im Osten nur Preiserhöhungen von einem Prozent. Eine preisliche Annäherung ist also abzusehen. Grund für die Unterschiede zwischen den westlichen und östlichen Bundesländern ist unter anderem die ungleichmäßige Verteilung der verschiedenen Stromanbieter. Nicht überall in Deutschland kann man auf eine große Auswahl an unterschiedlichen Anbietern zurückgreifen.

Rechtzeitig Stromanbieter vergleichen und wechseln

Um den immer weiter ansteigenden Stromkosten zumindest bis zu einem gewissen Grad ausweichen zu können, sollte man fortlaufend diverse Stromanbieter vergleichen. Man sollte sich nicht darauf verlassen, dass das bisherige Angebot des Standardanbieters auch tatsächlich nach wie vor die beste und vor allem kostengünstigste Wahl ist. Laut den aktuellen Analyseergebnissen werden Millionen von deutschen Haushalten im Juni dieses Jahres mit Preiserhöhungen von 6,5 Prozent zu rechnen haben, wenn sechs der sieben E.ON-Vertriebsgesellschaften ihre Preise anziehen. Allein für das Jahr 2012 haben an die 400 Stromanbieter angekündigt, in Zukunft höhere Beträge für die Versorgung zu verlangen. Viele haben dieses Vorhaben schon in die Tat umgesetzt, die Verbliebenen werden bis Juni dieses Jahres folgen. In der Regel haben Verbraucher in einer solchen Situation die Möglichkeit, ohne Probleme den Anbieter zu wechseln. Wer allzu hohen Zahlungen aus dem Weg gehen möchte, sollte sich schnellstens nach vielversprechenden Angeboten umsehen und wie bereits erwähnt, unterschiedliche Stromanbieter vergleichen.