Zu schön, um wahr zu sein? Nicht unbedingt. Wenn Sie ein eigenes Haus besitzen, sind Sie nicht unbedingt auf die großen Stromkonzerne angewiesen, die ihre Preise regelmäßig erhöhen. Stattdessen können Sie Ihre eigene Energie produzieren, zum Beispiel mit Solarpaneelen auf dem Dach. Ständige Anbieterwechsel und Tarifüberprüfungen werden überflüssig, denn die Sonne liefert Ihnen die Energie quasi frei Haus. Wir sagen Ihnen, wie es geht.

Kostenkontrolle leicht gemacht

Eine eigene Photovoltaikanlage auf dem Dach kostet je nach Größe etwa 5.000 bis 10.000 Euro. Wenn Sie überlegen, dass Sie für die jährlichen Energielieferungen der Konzerne etwa 1.500 bis 2.000 Euro zahlen, sehen Sie schnell, dass sich die Kosten nach drei bis vier Jahren schon amortisieren. Natürlich sollten Sie zunächst Angebote anfordern und die Leistungen der Anbieter vergleichen. Ein großer Kostenfaktor ist neben den Solarpaneelen selbst beispielsweise die Kosten für den Einbau der Photovoltaikanlage. Wenn Sie nicht gerade ein sehr erfahrener Handwerker und Elektrotechniker sind, sollten Sie den Einbau unbedingt den Fachleuten überlassen.

Wenn Sie von verschiedenen Herstellern von Photovoltaikanlagen Angebote anfordern, fragen Sie daher unbedingt nach, ob die Installationskosten im Preis mit inbegriffen sind. Auch die Wartungskosten und die Garantie dürfen nicht vernachlässigt werden. Auf eine gute Anlage werden mittlerweile mindestens 10 Jahre Garantie geboten, während die Wartungskosten insgesamt sehr niedrig liegen. Lediglich die Solarpaneele müssen immer wieder gesäubert werden, da eine Schmutzschicht oder herabgefallenes Laub verhindert, dass das Sonnenlicht komplett aufgenommen und in Energie umgewandelt wird. Aber das können Sie natürlich auch selbst erledigen. Überprüfen Sie auch, ob Ihre Gebäudeversicherung mögliche Schäden an der Photovoltaikanlage einschließt oder ob Sie möglicherweise den Tarif wechseln müssen.

Förderungsmöglichkeiten für Photovoltaikanlagen

In letzter Zeit gab es einige Aufregung um Meldungen, dass die Bundesregierung die Förderung der Solarenergie zurückschrauben will. Trotzdem ist es noch immer möglich, spezielle Kredite zu günstigen Zinsraten zu erhalten, da die Banken die Solarenergie als sichere Investition ansieht. Meistens genügt es schon, die zu erwartende Einspeisevergütung als Sicherheit an die Bank abzutreten. Wer seine Photovoltaikanlage aus eigener Tasche finanzieren kann, steht natürlich noch besser da, denn er kann die Einspeisevergütung natürlich behalten und so die Kosten für die Anlage schneller wieder hereinholen.

Die Einspeisevergütung wurde von der Regierung in den letzten Jahren sukzessive gesenkt und beträgt heute nur noch 24,43 Cent pro Kilowattstunde (bei Solarpaneelen auf einem Gebäude), bei einer größeren Abgabe ab 1000 KW sogar nur noch 18,33 Cent. Vor vier Jahren lagen diese Tarife noch bei über 40 Cent. Trotzdem lohnt sich die Kombination aus Einspeisevergütung und dem Sparen bei der eigenen Stromrechnung noch immer.