Warum unser Strom so teuer ist – und was man dagegen tun kann

Seit der Liberalisierung des Strommarkts 1998 hat sich einiges getan. Der Wettbewerb um die Kunden kommt selbigen zu Gute. Vorbei sind die Zeiten, als man an den örtlich ansässigen Grundversorger gebunden war – das Buhlen um die Kundschaft geht in das elfte Jahr. Zwischen einer Vielzahl von Tarifen kann gewählt und so billiger Strom bezogen werden. Soweit die Theorie. Laut eines Berichts der Bundesnetzagentur aus dem Jahre 2006 lag die Wechselquote bei Haushalts– und Kleingewerbekunden bei 2,2% pro Jahr.

Zu wenig Wettbewerb auf dem Strommarkt

Ein Grund dafür ist, dass die staatlich reglementierten und genehmigten Strompreise der Grundversorger unter den Preisen liegen, die die Mitbewerber kostendeckend anbieten können. Das 80% des in Deutschland angebotenen Stroms von vier Konzernen vertrieben werden, merkt man daran, das sich die Gewinne der Energieriesen vervielfacht haben und die Stromkosten seit 2000 um über 50% gestiegen sind. An der Verteuerung des Stroms hat aber auch die gestiegene Stromsteuer ihren Anteil. Eingentlich verwunderlich, das Ganze, bedenkt man, dass es bei Strom keine Qualitätsunterschiede, sondern nur Unterschiede in der Art der Produktion gibt.


Es gilt also, den zur Verfügung stehenden Billigstrom zu identifizieren und so die Stromkonzerne unter Druck zu setzen. Billiger Strom ist einfach und bequem im Internet über Tarifrechner suchbar. Haben Sie einen solchen gefunden, müssen Sie nur noch über eine Maske die geforderten Daten eingeben. Hierzu gehören vor allem die Postleitzahl und der voraussichtliche Verbrauch in Kilowattstunden. Wenn Sie gerade keine alten Rechnungen zur Hand haben, um Ihren ungefähren Stromverbrauch zu schätzen, helfen Ihnen manchmal von den Stromtarifrechneranbietern vorgegebene Richtwerte bei der Eingabe.

Ein Wechsel des Stromanbieters ist ganz einfach!

So werden z.B. für den Einpersonenhaushalt 1.800 Kilowattstunden, für den Zweipersonenhaushalt 2.500 kWh veranschlagt. Von der Suchergebnisliste aus gelangen Sie über Links zu einer Seite, wo Sie weitere Informationen und auch einen Antrag zum Stromwechsel ausfüllen und abschicken können. Geben Sie für das Postleitzahlengebiet 26215 einen Verbrauch von 1800 kWh ein, sind Sie mit 300,20 € im Jahr dabei. Anbieter dieses Tarifs ist die TelDaFax Energy GmbH. 16 Positionen später und mit ca. 100 € mehr, bietet die Trianel Energie GmbH auf Platz 17 der Rangliste ihre Dienste an.
Haben Sie sich für einen Billigstrom Anbieter entschieden, kümmern Sie sich um einen nahtlosen Übergang vom alten zum neuen Versorger, damit Sie keine zeitliche Lücke mit dem teureren Grundversorger füllen müssen.

Die Kündigung Ihres alten Vertragsverhältnisses übernimmt die neue Stromgesellschaft, nachdem Sie sie mit Ihrer alten Kundennummer, den Zählerstand, die Zählernummer usw. versorgt haben. Lassen Sie die Finger von Laufzeiten, die länger als ein Jahr sind. Schließlich könnten sich in der Zwischenzeit die Tarife der Konkurrenz geändert haben, womit Ihnen billiger Strom durch die Lappen gehen würde.

Von deutlich unter den anderen Preisen liegenden Angeboten sollten Sie Abstand nehmen. Es handelt sich sehr wahrscheinlich um nicht kostendeckende Preise, die früher oder später angehoben werden.