Grüner Strom – erneuerbare Energien

Ökologie ist in aller Munde. Insbesondere der Treibhauseffekt samt prognostiziertem Klimawandel zwingt unsere Gesellschaften immer mehr zu handeln. Und somit wird grüner Strom aus erneuerbaren Energien ein Thema, mit dem sich viele Menschen beschäftigen – nicht bloß Hausbesitzer oder Experten.

Warum pro erneuerbare Energien?

Grüner Strom, oft auch Ökostrom genannt, wird aus erneuerbaren Energien gewonnen. Während fossile Energieträger wie Kohle, Gas und Öl verbraucht werden, bis sie in absehbarer Zukunft gänzlich abgebaut und erschöpft sein werden, sind Sonne, Wind oder auch Wasser unendliche Energiequellen. Auch Biomasse, Holz sowie Geothermie gelten als erneuerbare, regenerative Energiequellen. Sie sind prinzipiell unerschöpflich vorhanden oder wachsen immer wieder nach. Ihr Vorrat kann sich stets regenerieren. Ökostrom ist somit eine zukunftsträchtige Option.

Der Klimawandel infolge der CO2-Emission legt den Finger auf eine weitere Wunde. Das bei der Verbrennung von Gas, Öl oder Kohle frei werdende Treibhausgas CO2 sorgt für eine bereits messbare Erwärmung der Erdatmosphäre. Dies ist weder bei Wasserkraft, bei Wind- oder Solarenergie der Fall. Eigentlich auch nicht bei Atomkraftwerken. Allerdings wird, abgesehen vom bekannten Risiko der Kernkraft und der ungeklärten Endlagerung des Atommülls, bei der Errichtung von Atomkraftwerken derart viel Energie aufgewendet, dass sie über zwei Jahrzehnte in Betrieb sein müssen, um ihre durch den Bau bis dahin negative CO2-Bilanz in den positiven Bereich zu bringen.

Ökostrom will raus aus der Marktnische

Außer der Energiegewinnung aus Wasserkraft ist Grüner Strom ein ausgesprochen neues Phänomen – in wenigen Jahrzehnten mit der Umweltbewegung groß geworden. Der Anteil der erneuerbaren Energien am so genannten Energiemix Deutschlands ist in den zurückliegenden zwanzig Jahren von gut drei auf über 16 Prozent gestiegen. Trotzdem wird mehr als die Hälfte des benötigten Stromes weiterhin aus Erdöl und Gas gewonnen, gefolgt von fast einem Viertel aus Kohle. Aber der Anteil des Ökostroms an der Energieerzeugung soll wachsen. Diese Veränderung des Energiemix’ ist daher für die konsequentesten Ökostrom-Zertifikate „Grüner Strom Label“ sowie „OK Power“ ein entscheidendes Vergabekriterium. Anbieter von Grünem Strom sollen ihre Einnahmen in die Förderung und den Neubau von Kraftwerken auf Basis regenerativer Energien investieren. Mehr Ökostrom – mehr Umweltnutzen. Ökostromanbieter sind außerdem bestrebt bzw. angehalten, sich von umweltschädlichen Technologien sowie von derartigen Unternehmen strikt abzugrenzen. Auch der Handel mit RESC-Zertifikaten der Europäischen Union wird abgelehnt, da dabei konventioneller Strom mittels Ankauf der betreffenden Zertifikate lediglich umetikettiert wird. Damit unterscheiden sich echte Ökostromanbieter deutlich von Energieversorgern, die neben Ökostrom auch herkömmlichen Strom verkaufen. In Deutschland gibt es bereits mehr als 60 Ökostromanbieter.