Lohnt sich die eigene Solaranlage?

Für viele Eigenheimbesitzer stellt sich die Frage, wie man effektiv Energie sparen oder die vorhandenen Kosten verringern kann. Dabei greifen immer mehr Menschen auf die Investition in eine Solaranlage zurück. Die Kosten für den Einkauf und die Installation einer solchen Anlage sinken zwar aktuell, sind jedoch nach wie vor sehr hoch. Vor der Investition in eine Solaranlage sollte daher sorgfältig abgewägt werden, ob sich diese auch wirklich lohnt.

Schnelle Investition lohnt sich

Durch die Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz werden vor allem Investoren belohnt, die sich frühzeitig für den Strom aus der Solaranlage entscheiden. Jahr für Jahr nämlich sinkt der Betrag, den ein Solaranlagenbetreiber pro ins gewerbliche Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde Strom erhält. Im Jahr 2004 beispielsweise lag dieser Betrag noch bei 57,4 Cent pro Kilowattstunde, für Anlagen, die im Jahr 2012 ans Netz gingen, beträgt die Förderung nur noch 24,43 Cent. Der Betrag sinkt dadurch, dass laut Erneuerbare-Energien-Gesetz der Förderungsbetrag danach errechnet wird, wie viele neue Solaranlagen im Vorjahr ans Netz gegangen sind, jedoch sinkt dieser Betrag um maximal 24% pro Jahr. Für das Jahr 2013 wird die Förderung voraussichtlich etwa nur noch zwischen 18,5 und 22 Cent je Kilowattstunde betragen. Wer also schnell investiert, kann auch mit einer schnelleren Amortisation der Investition rechnen.

Sparschwein

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Selbst erzeugter Strom bald günstiger

Photovoltaikanlagen verursachen in der Anschaffung zwar hohe Kosten, werden aber dennoch immer günstiger. Experten rechnen daher damit, dass ab dem Jahr 2012 oder 2013 die sogenannte Netzparität erreicht sein wird, das heißt, der selbst erzeugte Strom aus der eigenen Solaranlage wird günstiger sein als der Strom, der extern von einem Energiekonzern eingekauft wird. Um Abhängigkeit von den großen Energiekonzernen zu vermeiden und gleichzeitig Kosten zu sparen, ist eine Investition in eine Photovoltaikanlage also durchaus zu empfehlen.

Rechtliche Gegebenheiten beachten

Neben all den Vorteilen kann eine Investition in eine Photovoltaikanlage aber durchaus auch nachteilig sein. Grundsätzlich liegt durch das Einspeisen von Strom ins gewerbliche Stromnetz eine unternehmerische Tätigkeit vor. Die Anmeldung eines Gewerbes ist zwar nicht unbedingt immer nötig, kann jedoch einige unangenehme Folgen haben. Mit der Anmeldung des Gewerbes kann es zu einer Einschränkung der Rechte als Verbraucher kommen. Außerdem ist der Eintritt in die örtliche Industrie- und Handelskammer Pflicht. Sollte später einmal der Schritt in eine tatsächliche Selbstständigkeit geplant werden, kann es sein, dass entsprechende Förderprogramme zur Existenzgründung dann nicht mehr zur Verfügung stehen. Im Zweifelsfall sollte daher unbedingt ein klärendes Gespräch mit dem Finanzamt geführt werden, um ein späteres böses Erwachen zu vermeiden.