Was ist Strom und wie entsteht er?

Strom

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Jeden Tag nutzen Millionen Menschen elektrische Geräte aller Art. Doch wie funktionieren diese überhaupt? Natürlich werden sie mit Strom betrieben, aber an dieser Stelle kommt die Frage auf: Was ist Strom eigentlich?
Der elektrische Strom entsteht, wenn sich viele Elektronen gemeinsam in eine Richtung bewegen. Diese winzigen Teilchen sind immer negativ geladen. Die negativ geladenen Elektronen schwirren um den Kern eines Atoms. Wird ein Elektron von dem Kern entfernt, bleibt ein positives Atom, ein Ion, übrig. Da sich aber das Elektron und Ion gerne wieder annähern möchten, unternehmen sie immer wieder Versuche, um dieses Ziel zu erreichen. Die Elektronen können sich nur in bestimmten Materialen bewegen. Daher können sich bestimmte Gegenstände nicht elektrisch aufladen. Elektronen werden auch oft als Ladungsträger bezeichnet. In der Natur der Elektronen liegt es, dass sie einen möglichst großen Abstand zueinander haben möchten. Werden die Elektronen nun bei einem Kreislauf durch ein Hindernis aufgestaut, entsteht Hitze. Durch diese Hitze wird schließlich der Strom erzeugt.

Das Beispiel anhand einer Batterie

Bei einer Batterie gibt es einen Plus- und einen Minuspol. Am Pluspol wird eine Verknappung an Elektronen erzeugt. Am Minuspol hingegen werden viele Elektronen erzeugt, wodurch ein deutlicher Überschuss entsteht. Durch dieses Überangebot werden die Elektronen vom Minuspol abgestoßen, sodass der Strom fließt.
Strom benötigt stets einen festen Körper, durch den er fließen kann. Damit der Kreislauf des Stromflusses erhalten bleibt, müssen am Pluspol ständig Elektronen entfernt werden. So entsteht eine Spannung, die für einen gesicherten Fluss des Stroms erforderlich ist. Ohne Spannung kann der Strom nicht fließen, denn sie ist es, die sämtliche Elektronen in Bewegung hält. Nur so kann der Stromfluss erhalten bleiben.

Die unterschiedlichen Stromarten

Es gibt verschiedene Arten von Strom. Vor allem ist zwischen Gleichstrom und Wechselstrom zu unterscheiden. Der Gleichstrom entsteht bei batteriebetriebenen Geräten wie einer Taschenlampen oder Fernbedienung. Die Elektronen haben hier immer den gleichen Fluss und bewegen sich in einem ständigen Kreislauf fort. Beim sogenannten Wechselstrom ist das Vorgehen ein anderes. Die Elektronen ändern immer wieder ihre Richtung zwischen Plus- und Minuspol. Die Ursache dieses Verhaltens ist leicht zu erklären. Plus- und Minuspol ändern in sehr kurzen Zeiträumen ihre Position und lassen die Elektronen dadurch ständig umherwandern. Der Gleichstrom ist in den Steckdosen zu finden. Mit seiner Hilfe ist es möglich, viele Haushaltsgeräte in Betrieb zu nehmen, die im Alltag der Menschen oft genutzt und benötigt werden.